Unsere letzte Sendung thematisierte den rassistischen, antisemitischen und antifeministischen Anschlag in Halle am 9. Oktober 2019. Das Thema hat auch gezeigt, welche Bedeutung mehrsprachige Informationen für Neu-Ankommende und Angekommene haben – nicht nur darüber, was passiert ist – auch über die hinter dem Anschlag stehenden Ideologien. Über die nationalsozialistische Vergangenheit in Deutschland gibt es wenig Informationen in anderen Sprachen als Deutsch. Das erleben wir auch auf unserer Spurensuche und wollen mit unserem Projekt etwas daran verändern.

Im Zuge unserer Recherchen haben wir eine Gruppe von Studierenden von der Kunsthochschule BURG kennengelernt. Sie haben einen Audiowalk über Zwangsarbeit in einem KZ-Außenlager bei Halle (Saale) produziert. Erinnerung passiert häufig aus der Gesellschaft heraus: Ohne Einzelpersonen und zivilgesellschaftliche Gruppen wäre die Erinnerungskultur eine andere. Noch immer gibt es viele Kapitel der nationalsozialistischen Geschichte, die nicht aufgearbeitet sind. Geschichte die an Orten geschahen, die wir tagtäglich passieren. Das zeigt auch dieser Audiowalk. Er ist zunächst auf Deutsch entwickelt worden.Wir haben ihn nun auf Farsi und Kurdisch übersetzt, damit mehr Menschen von der Geschichte dieser Orte erfahren. Weitere Sprachen werden hoffentlich folgen!

Das Projekt wird von der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ) gefördert.

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